Ich habe Visionen für Icking als einen Ort, in dem der Zusammenhalt, die Nachhaltigkeit und die lokale Wertschöpfung besonders gefördert werden. Lesen Sie hier meine kurzen Ausführungen zu meinen konkreten Zielen und Vorstellungen.

Ziel 1) Regionale Vermarktung
Ich plädiere dafür, alles zu fördern, was lokal angebaut und produziert wird, und den lokalen Handel zu fördern. Das wäre eine Richtungswende in Icking. Dazu möchte ich mich zunächst mit allen hiesigen Bauern und Anbietern zusammensetzen. Ziel ist, eine Lösung hier vor Ort zu finden, und sie Hand in Hand mit allen Beteiligten durchzuführen. Meine Spezialität ist es, Menschen wieder zusammenzubringen, sofern sie ein gemeinsames Ziel verfolgen. Hier möchte ich mein Können unter Beweis stellen, zum Wohle aller, der Bauern und Regionalanbieter, der Menschen, die hier einkaufen können und der Umwelt!

Ziel 2) Fußgängerfreundliches Icking
Unsere Gemeinde ist nicht auf großen Autoverkehr angelegt und soll es auch nicht werden. Doch anstatt die Autos zu verbieten, möchte ich, dass es sich lohnt, kurze Wege zu Fuß zu gehen. Eine Lösung ist, all die kleinen Abkürzungen, die es in Icking gibt, begehbar zu machen. Das hat den Effekt, dass wir zu Fuß kürzere Wege einschlagen können, die für das Auto unpassierbar sind. Wenn wir so schneller, schöner und auch noch sicher von A nach B kommen, lassen wir das Auto doch gerne stehen. Diese Entschleunigung kommt der gesunden Lebensqualität aller zugute.

Ziel 3) Ein Miteinander in der Ortsgestaltung
Zum Thema Ortsgestaltung ist es mir ein Anliegen, dass sich die Menschen, die keine Großverdiener sind, Icking weiterhin leisten können. Unsere Gemeinde braucht diese „normalen“ Menschen, weil sie unseren Ort lebendig und sozial gerecht erhalten. Ihnen müssen wir mit erschwinglichen Wohnungen und Mietwohnungen entgegenkommen. Auch müssen wir uns bei der Planung von Wohnungen trauen, neue Gestaltungswege einzuschlagen mit beispielsweise gemeinschaftlichen Treffpunkten und Mehrgenerationenhäusern.
Das Grundstück der abgebrannten Reithalle ist die beste Möglichkeit, hier Visionen zu entfalten. Eine andere Möglichkeit ist es, dass die Gemeinde dort hilft, Einliegerwohnungen einzubauen, wo es erwünscht und sinnvoll ist.

Ziel 4) Soziale Ökologie
Die Debatte um den Klimawandel und der Naturzerstörung ist hoch emotional. Viele befürchten, es ist alles zu spät, die Welt ist dem Untergang geweiht, nichts hilft mehr. Von anderen Menschen werden die Aktivisten des Klimaschutzes bekämpft und gehasst. Doch eines ist gewiss: Das Thema ist bei allen Menschen zumindest hierzulande angekommen! Die beste Voraussetzung, um die Veränderungen zu akzeptieren und an Lösungen zu arbeiten.
Eine oft propagierte Lösung heißt Verzicht, Einschränkung – verbunden mit Schuldzuweisungen. Eine Abwendung von der Kauf- und Wegwerfmentalität hin zu mehr Nachhaltigkeit ist sicher angesagt. Doch gibt es bereits viele Technologien, um eine Umstellung auf eine CO2-reduzierte Wirtschaftsweise zu vollziehen. Die Welt ist voller Lösungen –für nachhaltig produzierte Produkte und intelligente innovative Kreislaufwirtschaft.
Hier ist jetzt politischer Wille gefragt, verbunden mit Erkenntnissen aus der Psychologie und Soziologie. Dies ist unsere „sozial-ökologische Revolution“ der SPD Icking: Denn Naturschutz darf nicht nur von denjenigen zu leisten sein, die ihre private Solaranlage auf ihrem eigenen Haus besitzen, sondern muss für alle gerecht und machbar werden.

5) Transparenz
Wir sind eine überschaubar große Gemeinde, wir müssen wichtige Lösungen mehr oder weniger gemeinsam tragen. Ich möchte als politische Person transparent, ehrlich und offen sein. Ich will keine Pläne im Hinterzimmer ausklüngeln, sondern sie von Anfang an kommunizieren. Zudem möchte ich alles dafür tun, dass wir in unserem Gemeinderat offen miteinander reden. Ich möchte auch abweichende Meinungen ernst nehmen und so lange alles durchüberlegen, bis eine gute Lösung gefunden ist, die alle mittragen können.

© Dr. Beatrice Wagner, 6.1.2020