Radln auf der B11

Megaprojekt „Fuß- und Radweg“ nach Ebenhausen

Es fehlt an Fuß- und Radwegen, wie etwa zwischen Icking und Ebenhausen – eine „NeverEnding Story“. Wer selbst häufig mit dem Rad unterwegs ist, der weiß, dass es dort häufig zu gefährlichen Situationen kommt, am häufigsten dadurch, dass man von PKWs und LKWs zu knapp überholt wird. Und stressig wird es für Radfahrer, wenn sie beim Überholtwerden dann auch noch laut angehupt werden, nach dem Motto „Wie könnt Ihr es wagen, hier zu fahren?“
Angeblich scheitert die Umsetzung des Radwegs daran, dass nicht alle Grundstücksanreiner dazu bereit sind, eine angemessene Fläche zu verkaufen. Doch ist wirklich mit allen Bauern geredet worden und wurden ihnen akzeptable Angebote unterbreitet? Wurde in persönlichen Gesprächen der Versuch gemacht, die Gründe für die Ablehnung zu erfahren? Vielleicht ist es im Einzelnen auch so, dass ein landwirtschaftlicher Betrieb keinen Grund und Boden mehr hergeben kann, weil er aus einkommenssteuerrechtlichen Gründen eine bestimmte Mindestgröße an Ackerfläche vorweisen muss. Aber auch dann gibt es noch andere Lösungen.
Es wäre im Sinne einer „Umverteilung des Fahrbahnraums“ denkbar, die Straßenbreite zu verringern und den Radfahrern eine eigene gesicherte Spur zuzuweisen. Und was, wenn nicht nur die bislang bevorzugte westliche Straßenseite der B11 in Erwägung gezogen wird, sondern auch die östliche?
Gehen wir dieses Projekt doch endlich einmal an! Denn: Kurze Wege zu Fuß gehen und für Kurzstrecken das Fahrrad nutzen – das ist nicht nur schön, sondern man kann mit diesen einfachen Tipps selbst etwas aktiv zum Klimaschutz beitragen.

© Dr. Beatrice Wagner, 2.2.2020